Das Museum und die Nadelburg



Die Nadelburg verfügt über ein privates Museum mit historisch wertvoller Sammlung. Das Museum zeigt die Geschichte der Herrschaft und Industrien der Nadelburg. Die Ausstellung umfasst konkret historische Ansichten von Lichtenwörth, der Nadelburg und des Fabriksareals sowie Dokumente, Pläne und eine große Anzahl an einst hier produzierten Messing- und Metallfabrikaten.

Museumsgründer
Franz Gehrer (1924-1997).

Dank seinen Bemühungen konnten historisch wertvolle Relikte für die Nachwelt erhalten werden.
Die Sammlung des örtlichen Historikers Gehrer wurde ab 1984 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Museum befindet sich im Privatbesitz von Robert Bachtrögl.


Das Nadelburgmuseum "Winkelhaus".

Untergebracht in einem Haus, welches selbst Teil der Geschichte von der Nadelburg ist. Das "Winkelhaus", erbaut in der ersten Bauphase der Nadelburg im Zeitraum von 1747-1756. Als Sondertypus der Nadelburg war dieses Gebäude kein typisches Arbeiterwohnhaus. Da beidseitig des Hofes einst Fuhrwerke untergebracht waren und die Küchen relativ groß angelegt sind, diente es mit höchster Wahrscheinlichkeit ursprünglich als Wirtschaftsgebäude. Im Museum sind die Exponate in mehreren Räumlichkeiten zu besichtigen.

Franz Gehrer wurde 1924 „Im Winkel“, so nannten die damaligen Nadelburger das Winkelhaus, geboren und kaufte selbiges im Jahr 1972. Bereits nach seiner Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg begann er aus Heimatverbundenheit alle noch verfügbaren Relikte der Fabrik zu sammeln. Zu dieser Zeit arbeitete er als Dreher im Werk von Karl Hartung in Lichtenwörth, bis zur Schließung im Jahr 1954. In diesen vielen Jahren des Zusammentragens häuften sich hunderte Schaustücke wie Nadeln, Schellen, Bügeleisen, Kerzenleuchter, Glocken, Gewichte, Tabakdosen, Uniformknöpfe, Töpfe, Mörser, Pferdekämme… alles Produkte die hier erzeugt wurden. Genauestens wurden die Schaustücke beschriftet und alte Fotografien von Fabriksbaulichkeiten, der Herrschaftsvilla samt Besitzern und den hier arbeitenden Menschen gesammelt. Im Jahr 1984 richtete er einen Raum (Gang) als Museum ein und machte ihn der Öffentlichkeit zugänglich. Viele Zeitzeugen schätzten seine Bestreben und gaben ihm so manches Erbstück, welches deren Urgroßväter hier in der Fabrik erzeugt hatten, wohlwissend dass diese hier im Museum gut bewahrt sind. In seiner Freizeit als Pensionist war er jederzeit gerne bereit, unentgeltlich durch die Nadelburg zu führen. Franz Gehrer versuchte mit all seinen Kräften, sich für den Erhalt dieser einmaligen Siedlung einzusetzen. Ihm ist es zu verdanken, dass durch seine unermüdliche Sammelleidenschaft und seinen Aufzeichnungen die Geschichte dieses theresianischen Fabriksmodells so gut dokumentiert werden konnte. Im Archiv des Museums lagern heute dutzendweise Akten von Franz Gehrer, in denen er penibel genau tagesaktuell Geschehnisse festhielt, Zeitungsberichte sammelte und sich Notizen über Bauarbeiten in der Siedlung machte. Wenn man sich heute diese Ordner durchblättert erscheint es einem wie eine Zeitreise durch die Geschichte Lichtenwörths und oftmals stimmt es einem trübsinnig wenn man erkennt, wie viel an historisch wertvoller Bausubstanz - auch erst in jüngerer Vergangenheit, leichtsinnigerweise und auch oftmals ohne Absprache mit dem Bundesdenkmalamt abgerissen wurde.

Nach Gehrers Tod übernahm die Familie Bachtrögl das Museum. Gehrers Schwiegersohn Roman Bachtrögl erweiterte das Museum 1997 um zwei Räume, Sohn Robert um weitere 4 Räume in den Jahren 2003, 2007, 2009 und 2013. So wuchs die private Sammlung von Anfangs knapp 20m² Ausstellungsfläche auf über 150m². Wir sind bemüht ständig neue Exponate aus Nadelburger Produktion zu erwerben und auszustellen.

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Bildlicher Rundgang durch das Museum und die Nadelburg:




Homepage erstellt ab 2002 -- Robert Bachtrögl -- A-2493 Lichtenwörth-Nadelburg, Niederösterreich - www.Nadelburgmuseum.at
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