Wissensertes über die Nadelburg



Das Adlertor als symbolisches Eingangstor zur Fabrikssiedlung gekrönt von einem Doppeladler welches ein Hinweis ist auf die besondere Förderung der Nadelburg durch Regentin Maria Theresia.
Ansicht in die Fabrikssiedlung vom Adlertor aus. Das Areal Nadelburg war von einer Mauer umschlossen. Ein Verlassen der Siedlung nicht erwünscht.
Die Nähnadelfabrik. Nur 2 alte Mauern erinnern heute noch an die Fabrik; durch Geldmangel und grobes Unverständnis wurde dieser wichtige Bestandteil der Nadelburg nicht erhalten. Foto kurz vor dem Abbruch.
Gasthof mit Laubengang, 1934, mit offenem Rinnsal. Im Vordergrund zu sehen: Wirt Hubert Halbwax mit Gattin. Der Laubengang des Gasthofes hatte 9 Arkaden. Nachdem das Gebäude bereits ab den 1960er Jahren nicht mehr Renoviert wurde, standen im Jahr 1991 nur noch 2 Arkaden mit einigen Räumlichkeiten. Trotz Denkmalschutz wurde das Objekt zur Gänze abgerissen!
Die Nadelburg um 1890. Im Hintergrund ist das Eiserne Tor zu sehen, links davon ein Fabriksgebäude.
Das Arbeiterleben um 1890. Das Gebäude links ist das ehemalige Verwaltungsgebäude, rechts ist das Teichhaus. Dieses Gebäude wurde in den verschiedenen Bauphasen immer wieder verändert. Früher fand dieses Gebäude auch als Spital Verwendung.
Fabrikantenvilla Schloss Nadelburg wurde von 1880 bis 1882 erbaut. Das Gebäude wurde als Gesamtkunstwerk konzipiert mit einer Unzahl von Architektonischen Details im Außen- wie auch Innenraum. Hier wohnten die Besitzer der Nadelburg. Leider wurde das Schloss mit dem dazugehörigen Palmenhaus 1951 bis 1954 sinnloserweise abgetragen - damals ein großer Fehler der Verantwortlichen. Das angrenzende "Gefolgschaftshaus", der Wohnbereich der Diener und Angestellten wurde 1999 ebenso abgerissen.
Erzeugnisse der Fabrik: Einsatzgewichte um 1850.
Bügeleisen, Messingknöpfe, Glocken, Schellen, Postkarten, ...
Die Arbeiterhäuser wurden durch die "Rote Mauer" vom Herrschaftspark und dem Ortsbereich Lichtenwörth abgegrenzt. Die ursprünglichen 3 Tore waren stets verschlossen. Es gab eine strikte Trennung zwischen den Arbeitern der Fabrik und den Ortsbewohnern von Lichtenwörth.
Die 1756 erbaute Fabrikskirche wurde eigens für die Arbeiter errichtet. Diese aus Deutschland abgeworbenen Fachkräfte waren vorwiegend Protestanten und sollten zu Katholiken umerzogen werden. Der überdimensionale Bau repräsentiert den Prunk seiner Entstehungszeit.
Der Villateich mit Insel. Hier stand im 12. Jahrhundert eine mächtige Wasserburg. Nach Zerstörung der "Veste Lichtenwörth" wurde dieses Grundstück dem Bistum Wiener Neustadt geschenkt, die sich hier einen herrlichen Park errichteten, den Bischöflichen Hofgarten. Maria Theresia selbst pflanzte inmitten der Insel einen Baum, der auf den ältesten bekanntesten Stichen schon zu sehen ist. Diese Riesenkastanie hatte selbst die bösen Zeiten der beiden Weltkriege überdauert - drei paar Arme konnten den Stamm kaum umfassen, und so stand er da, flimmernd in der Sonne als Sinnbild der Beständigkeit. Bei einer Umgestaltung der Insel nach 1950 wurde dieser herrliche Baum abgeholzt. Auch die Namensbezeichnung "Nadelburg" hat hier ihren Ursprung. Da sich die Nähnadelfabrik in unmittelbarer Nähe zur einstigen Burg befand, bürgerte sich für das Fabriksareal der Name Nadelburg ein.
Alte Postkarte von Lichtenwörth - Nadelburg aus dem Jahre 1895. Im Bild zu sehen sind die Fabrik, Fabrikskirche, Dorfkirche und Häuser aus Lichtenwörth. Von 1882 bis 1952 war auch das Schloss Nadelburg immer wieder ein beliebtes Motiv. Das Museum beherbergt aktuell mehr als 150 verschiedene Lichtenwörth Postkarten.


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